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Ganzheitliche Trauma-Arbeit

"Wer ein Trauma nicht ins Bewusstsein bringt, ist gezwungen, es zu wiederholen oder zu reinszenieren." Pierre Janet

Neurosytemische Integration NI® nach Verena König

Neurosystemische Integration NI ist eine ganzheitliche integrative Trauma-Arbeit, welche achtsam und ruhig den Raum gibt um Nichtverarbeitetes zu prozessieren.

 

In dieser Begleitung arbeite ich mit den Essenzen aus:

  • Neurobiologie

  • Polyvagaltheorie

  • Systemische Therapie

  • Ego State Therapie

  • Psychotraumatologie

  • Hypnosystemik

  • Bindungsorientierte Psychotherapie

  • Körperpsychotherapie

SOMATIC EXPERIENCING

Wie arbeitet Somatic Experiencing mit Traumata?

Einladung an das autonome Nervensystem
Somatic Experiencing (SE)® arbeitet vor allem mit der körperlichen Reaktion auf traumatische Ereignisse. Es wendet sich dabei an das für Trauma zuständige autonome Nervensystem. Dieses ist nicht dem bewussten Willen unterworfen. Es kann nur eingeladen werden – durch wertfreie Aufmerksamkeit.

Elemente im Bewältigungsprozess
Im Mittelpunkt der Arbeit von SE mit Traumata steht das Nach- und Aufspüren (tracking) von Körperempfindungen und -impulsen, Emotionen, inneren Bildern, Gedanken und Überzeugungen. Weitere wesentliche Elemente im Bewältigungsprozess sind die Aktivierung von Ressourcen, Pendeln zwischen Traumaspuren im Körper und Ressourcen, Zentrierung und Erdung, Aufgreifen von Körperimpulsen und Titration, also kleinschrittiges Vorgehen.

Entscheidend ist, dass das Nervensystem eingefrorene Energie in kleinen Dosen „auftauen“ und schrittweise entladen kann. Durch diese kontrollierte Entladung wird eine mögliche Retraumatisierung, also ein erneutes Überwältigt werden, vermieden. Die tief verankerten Nachwirkungen des Traumas im Körper können sich schonend auflösen. Trauma bedingte Erstarrung wandelt sich in ein Gefühl von Handlungsfähigkeit, von Ich kann nicht zu Ich kann.

Das Trauma wird neu verhandelt


Mit Somatic Experiencing (SE)® wird das Trauma körperlich, geistig und emotional neu verhandelt. Dabei verändert sich nach und nach das Körpergefühl hin zu mehr Sicherheit und Präsenz. Diese natürliche Wachsamkeit im Körper wirkt sich positiv auf Gedanken, Gefühle, Emotionen und Überzeugungen aus.

Ein Trauma ist verarbeitet und integriert, wenn man daran denken und darüber sprechen kann, ohne dass das Nervensystem in Stress gerät. Es wird zu einer Erfahrung, die nicht länger das Leben bestimmt.

Mehr zu Somatic Experiencing

Ego State Therapie

In der Ego State Therapie (Hartman und Fritzsche, 2010) geht man von drei Prozessen aus, die zur Entstehung von Ego States führen können:

 

1. Normale Differenzierung

Im Laufe unserer Entwicklung formen wir gewisse Ego States heraus, um bestimmte Grundbedürfnisse zu befriedigen und unsere Anpassungs- und Bewältigungsfertigkeiten zu erhöhen. Es sind Rollen, die wir einnehmen, die durch bestimmte Erfahrungen geprägt sind und sich in bestimmten Kontexten mit geeigneten Verhaltensweisen zeigen.

 

​2. Introjektion bedeutsamer anderer Menschen

Der Prozess der Resonanz und die Spiegelung durch das System der Spiegelneurone führt im interpersonellen Raum zur Hineinnahme des interpersonellen Geschehens ins Innere und somit zur Ausbildung sowohl eines verkörperten Anderen im Selbst, dem Introjekt, als auch zur Ausbildung jener Selbstrepräsentanzen, die bereits im Außen mit dem Anderen in Interaktion standen: die sog. reaktiven Teile.​

 

3. Traumatisierung

Traumatische Erfahrungen können zu einer Aufteilung des inneren Systems führen. Da sind auf der einen Seite die Verteidigungssysteme, die versuchen, das Überleben des Individuums unter massiver Bedrohung zu garantieren, und auf der anderen Seite das Alltagssystem, das für das Überleben der Art zuständig ist und mit dem täglichen Leben verbunden bleibt.

Nijenhuis, van der Hart und Steele sprechen von struktureller Dissoziation der Persönlichkeit infolge eines Traumas (2008). In der Ego-StateTherapie bezeichnen wir die durch Traumatisierung entstandenen verletzten Ego States als symptom- und traumaassoziierte Ego States. Des Weiteren können durch Traumatisierung auch sog. destruktiv oder verletzend wirkende Ego States entstehen, deren Absicht es oftmals ist, den verletzten Ego State auf ihre Art zu schützen.​

 

Korrigierende Erfahrungen ermöglichen

Ein wesentliches Kernstück der Ego-State-Therapie ist es, den verletzten, trauma- oder symptomassoziierten Ego States sowie jenen Ego States, die in ihrem Verhalten verletzend erscheinen (reaktive Ego States) neue korrigierende Erfahrungen im Raum oder auf der inneren Bühne zu ermöglichen. Phillips und Frederick (2007) haben ein vierphasiges Modell entwickelt, das sog. SARI-Modell, das in der Ego-State-Therapie als Behandlungsgrundlage genommen werden kann. Es besteht aus den Schritten: S: Safety and Stabilisation bzw. Sicherheit und Stabilisierung. A: Access = Schaffung eines sicheren Zugangs zum Trauma und zu den damit verbundenen Ego States. R: Resolving and Restabilisation oder auch Repair und Renegotiation = Auflösen der traumatischen Erfahrung und Neuverhandlung. I: Integration and Identity = Integration, Neuorientierung und Schaffung einer neuen Identität.

 

Mehr Infos zur Ego State Therapie

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